vier fragen4 wertvolle Fragen an den Körper

Wie man den Geist beschäftigt und dabei dem Körper was Gutes tut! Heute möchte ich die analytischen Köpfe unter Euch ansprechen. Warum das kognitive Reflektieren ebenso wichtig ist, wie das Spüren, hat vor allem mit unseren Gewohnheiten zu tun, denn Gewohnheiten führen dazu, dass wir manches gar nicht mehr spüren können. Wenn Dein Geist dazu neigt, ständig zu „plappern“, dann beschäftige ihn doch einmal mit den folgenden 4 Fragen.


Dabei kann er das machen, was er so gerne macht, analysieren und reflektieren, aber Du wirst sehen, der Körper tut fleißig mit. Zuerst aber kurz zu den Gewohnheiten.

Der Haken an der Gewohnheit

Vieles in unserem alltäglichen Leben läuft gewohnt und automatisiert ab. Das ist auch gut so. Denn stell Dir vor, Du müsstest Dir darüber Gedanken machen, welche Muskeln Du aktivieren musst, um z.B. ein Glas in die Hand zu nehmen, die Zahnbürste zu benützen oder welcher Fuß beim Autofahren fürs Bremsen und welcher fürs Gasgeben zuständig ist.

Aber die Gewohnheiten haben auch einen Haken – alle Denk- und Verhaltensgewohnheiten laufen weitgehend jenseits unserer bewussten Wahrnehmung ab. D.h. wir spüren es nicht, wenn eine Gewohnheit für uns vielleicht gar nicht mehr förderlich ist, wir denken, fühlen und handeln einfach so wie wir es immer gemacht haben, automatisiert und unbewusst.

Wenn ich in meinen Seminaren, die TeilnehmerInnen eine „gerade, gesunde“ Körperhaltung einnehmen lasse, fühlen sich fast alle in dieser Haltung unwohl! Die vielen kleinen Fehlhaltungen sind schon so zur Gewohnheit geworden, dass wir sie als normal und sogar als wohlig wahrnehmen. Solange bis die, durch die lange Fehlhaltung verspannten oder verkürzten, Muskeln sich mit Schmerzen melden. So könnte sich aber auch die Nase mit Schnupfen melden, weil Du von etwas die Nase voll hast oder der Kopf mit Kopfschmerzen, weil Du ihn Dir ständig zerbrichst. Ein bewusstes Reflektieren über die Bedürfnisse Deines Körpers, das im automatisierten Alltag oft zu kurz kommt, hilft Dir dabei diese gewohnten Muster zu durchbrechen.

 

Die 4 Fragen

Nimm Dir ein paar Minuten zur Beantwortung folgender Fragen Zeit, Dein Körper wird es Dir danken!
 

1. Was liebt mein Körper?

Welche Nahrungsmittel nähren Deinen Körper? Welche Getränke, welche sinnlichen Erfahrungen, welche Farben, was spürt, fühlt er gerne? Was hört er gerne? Welche Art von Bewegung mag Dein Körper? Oder fühlt er sich in vollkommener Entspannung wohler, sitzend oder liegend? Was liebt er noch?

2. Was mag mein Körper gar nicht?

Sind es bestimmte Geschmäcker oder Lärm? Bestimmte Stoffe, Kälte oder Wärme? Gibt es bestimmtes Essen oder Essgewohnheiten, die Deinem Körper nicht guttun? Welche Körperhaltungen oder Belastungen? Welche Art von Berührung oder Nicht - Berührung? Und was mag er noch nicht?

3. Wo bzw. wann achte ich meinen Körper zu wenig?

In welchen Situationen, achtest Du am wenigsten auf Deinen Körper? Welche Gewohnheiten schaden ihm vielleicht sogar? Welchen Dingen schenkst Du normalerweise im Alltag mehr Beachtung als Deinem Körper?  

4. Was kann ich meinem Körper Gutes tun?

Schau Dir die erste Frage an und überlege Dir, was Du Deinem Körper heute, in der nächsten Woche, im nächsten Monat alles Gutes tun kannst. Achte darauf, Dir nicht zu viel vorzunehmen und vor allem, dass Du einen guten Grund hast. Denn Gewohnheiten zu ändern bedarf einer starken Motivation und eine starke Motivation entsteht, je besser der Grund ist.

Ein Grund wäre – du hast nur diesen einen Körper - und er ermöglicht Dir alles, was du tust! Grund genug?

 

© brainsisters, Sylvia Fischer, Mai 2016

 

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